Ob Videotelefonie, Fotos oder Nachrichten – Tablets bieten älteren Menschen viele Chancen. Worauf es beim Kauf ankommt und welche Modelle sich eignen, verrät der Ratgeber.

Tablets sind längst im Alltag angekommen: Beim Frühstück schnell die Nachrichten lesen, später auf dem Sofa eine Serie streamen, zwischendurch Fotos anschauen oder eine Bestellung erledigen – vieles läuft heute über den flachen Bildschirm. Jüngere Menschen haben ihr Tablet fast immer griffbereit, doch auch im Leben älterer Menschen spielen digitale Geräte eine zunehmende Rolle: für Unterhaltung, für Orientierung im Alltag und vor allem, um mit der Familie in Kontakt zu bleiben. Je selbstverständlicher all das für Jüngere wird, desto wichtiger wird die Frage, wie auch Seniorinnen und Senioren von diesen Möglichkeiten profitieren können.

Gerade im Alter verändert sich der Alltag oft spürbar. Wege werden beschwerlicher, Treffen mit Freundinnen, Freunden oder der Familie seltener. Ein Tablet kann dann ein Fenster zur Welt sein: Videotelefonate mit Enkeln, Fotos aus dem Urlaub der Kinder, Nachrichten, Mediatheken, Hörbücher oder ein schnelles Nachschlagen von Apotheke, Busfahrplan oder Rezepten. Für viele Seniorinnen und Senioren ersetzt das Tablet zudem Zeitung, Kalender und Telefonbuch, weil alles auf einem Gerät verfügbar ist, das wenig Platz braucht und im Idealfall leicht genug ist, um es auch mit arthritischen Händen gut halten zu können.

Tablets im Alter: Was wichtig ist

Damit das funktioniert, muss ein Tablet zu den typischen Voraussetzungen im Alter passen. Die Sehkraft lässt nach, Kontrast und Helligkeit gewinnen an Bedeutung, Schrift und Symbole müssen sich deutlich vergrößern lassen. Feinmotorik und Kraft sind eingeschränkt, daher sollten Gesten wie Wischen und Tippen zuverlässig erkannt werden, ohne viel Druck oder komplizierte Mehrfingerbewegungen.

Wer ein Hörgerät trägt oder schlechter hört, ist auf klare, laute Lautsprecher oder einfache Kopfhöreranschlüsse angewiesen. Und nicht zuletzt spielt die Aufmerksamkeit eine Rolle: Verschachtelte Menüs, ständig aufpoppende Hinweise oder kleine Schaltflächen überfordern viele ältere Menschen schnell.

Tablets für Senioren: Fast jedes Gerät nutzbar

Die gute Nachricht: Grundsätzlich eignet sich fast jedes aktuelle Tablet für Seniorinnen und Senioren, sofern sich einige Punkte anpassen lassen. Wichtig sind ein ausreichend großes Display (typischerweise um die 10 Zoll), eine gute Blickwinkelstabilität sowie flexible Einstellungen für Schriftgröße, Kontrast und Bedienhilfen. Modelle wie das Lenovo Yoga Tab Plus oder das Apple iPad bieten dafür eine solide Grundlage und lassen sich mit wenigen Handgriffen an individuelle Bedürfnisse anpassen.

Betriebssysteme wie Android oder iPadOS bieten dafür nämlich vom Werk aus umfangreiche Barrierefreiheitsfunktionen: vom Vergrößerungsmodus über hohen Kontrast bis hin zu möglichst schlicht gehaltenem Homescreen, auf dem nur wenige, klar benannte Funktionen sichtbar sind. All das lässt sich inzwischen einrichten.

Wichtiger als technische Daten ist, wie gut ein Tablet an die Nutzerin oder den Nutzer angepasst ist: Welche Apps werden wirklich gebraucht? Wie lassen sich versehentliche Fehlbedienungen minimieren? Können Angehörige bei Updates, neuen Kontakten oder der Installation von Anwendungen helfen – eventuell sogar aus der Ferne?

Unterstützend wirkt auch passendes Zubehör: Viele Tablets lassen sich mit Maus und externer Tastatur verbinden, was die Bedienung für Menschen mit eingeschränkter Feinmotorik deutlich erleichtert. Ein stabiler Tablet-Ständer sorgt zudem dafür, dass das Gerät nicht gehalten werden muss und der Bildschirm in einem gut lesbaren Winkel steht. Wer all das berücksichtigt, kann ein ganz normales Tablet zu einem alltagstauglichen Begleiter im Alter machen.

Wenn Standardgeräte an ihre Grenzen stoßen

Trotzdem gibt es Situationen, in denen selbst ein gut vorbereitetes Standardgerät an Grenzen stößt. Etwa, wenn Menschen nie Berührung mit Smartphones hatten, Angst davor haben, "etwas kaputt zu machen", oder kognitive Einschränkungen hinzukommen. Für sie sind spezialisierte Senioren-Lösungen gedacht.

Hier kommen Geräte und Systeme ins Spiel, die speziell auf die Bedürfnisse Älterer zugeschnitten wurden – etwa ein klassisches Android-Tablet mit besonders einfacher Oberfläche oder ein System, das die Bedienung weitgehend vom Touchdisplay auf physische Elemente verlagert. Zwei Beispiele zeigen, wie unterschiedlich diese Ansätze sein können.

Bleta-Senioren-Tablet: Einfaches Android-Tablet mit Rundum-Service

  • 10,1 Zoll großes Display
  • SIM-Kartensteckplatz für mobiles Internet (4G) und WLAN
  • Besonderheit: vorinstallierte Senioren-Oberfläche und lebenslanger technischer Support

Das Bleta-Tablet richtet sich speziell an Seniorinnen und Senioren, die ein einfaches, aber funktionales Gerät suchen – inklusive Hilfe bei Einrichtung und Bedienung. Es läuft mit Android 11 und bringt eine stark vereinfachte Benutzeroberfläche mit: große Schaltflächen, kontrastreiche Farben und ein übersichtlicher Startbildschirm ermöglichen einen schnellen Zugang zu Telefonie, WhatsApp, YouTube oder E-Mail.

Mit 4 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher und 64 GB internem Speicher ist es technisch eher im Einsteigerbereich angesiedelt, reicht aber für typische Alltagsnutzung gut aus. Ein SIM-Kartensteckplatz ermöglicht auch mobiles Internet unterwegs.

Besonders hervorzuheben ist der lebenslange Kundenservice durch den Hersteller – per Fernwartung, Telefon oder E-Mail. Damit eignet sich das Gerät vor allem für Menschen mit wenig Technik-Erfahrung, die ein klar strukturiertes Tablet wünschen und gleichzeitig wissen möchten, dass bei Fragen Unterstützung bereitsteht.

Enna-System: Tablet-Bedienung mit Karten statt Touch

  • Basis-Tablet: Samsung Galaxy Tab A8 mit 10,5 Zoll oder Samsung Galaxy Tab A9+ mit 11 Zoll
  • Typische Ausstattung: mindestens 32 GB Speicher, je nach Modell erweiterbar
  • Besonderheit: Enna Dock und begleitende Enna-App für Angehörige zur Verwaltung von Inhalten und Kontakten

Das Enna-System macht aus einem herkömmlichen Android-Tablet wie dem Galaxy Tab A8 oder Galaxy Tab A9+ von Samsung ein Gerät, das sich fast ausschließlich über physische Karten bedienen lässt. Das Tablet steckt im Enna Dock, gesteuert wird per Enna Cards: NFC-Karten mit klar beschrifteten Funktionen wie "Videoanruf", "Fotos" oder "Nachrichten".

Die Seniorinnen und Senioren müssen nicht wischen oder tippen. Sie legen lediglich die passende Karte auf, der Rest läuft automatisch im Hintergrund. Gesteuert und gepflegt wird das System über die Enna-App, in der Angehörige Kontakte anlegen, Karten konfigurieren und Inhalte wie Fotos, Radio oder Mediatheken bereitstellen.

Damit eignet sich Enna besonders für Menschen, die sich von Technik schnell überfordert fühlen oder kognitive Einschränkungen haben und mit einem klassischen Tablet trotz vereinfachter Oberfläche nicht zurechtkämen.

Tablets für Senioren: Anforderungen entscheidend

Ob am Ende ein normal konfiguriertes Tablet, ein Senioren-Gerät wie das Bleta Senioren-Tablet oder ein spezialisiertes System wie Enna die beste Lösung ist, hängt von der Person ab, die es nutzen soll. Klar ist: Auch Seniorinnen und Senioren profitieren von Tablets – wenn diese zu ihrem Alltag, ihren Fähigkeiten und ihren Bedürfnissen passen und idealerweise gemeinsam mit der Familie eingerichtet und begleitet werden.

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  • Wlan
  • Smartphone
  • Kontaktaufnahme

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