Andrew Mountbatten-Windsor ist am Morgen des 19. Februar, an seinem 66. Geburtstag, festgenommen worden. Während er es sich aktuell offenbar noch in Haft befindet, durchsucht die Polizei laut britischer Berichte Gebäude im Windsor Great Park und auf dem Landsitz Sandringham. Der Ex-Prinz hatte die Royal Lodge im Windsor Great Park bewohnt, bevor er kürzlich auf das Sandringham-Gelände umziehen musste. Der BBC zufolge wurde Andrew wohl gegen 08:00 Uhr morgens in der Wood Farm festgenommen, die er aktuell bewohnen soll.
Was passiert jetzt im Fall Andrew?
Die britische Rundfunkanstalt hatte am Donnerstagvormittag auch berichtet, dass Andrew Mountbatten-Windsor wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch festgenommen wurde. Der Verdacht lautet, dass der einstige Prinz in seiner damaligen Funktion als britischer Handelsgesandter vertrauliche Regierungsdokumente an den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953-2019) weitergeleitet habe.
Es sei laut BBC noch nicht bekannt, wo Andrew, dem die Titel von seinem Bruder König Charles III. (77) entzogen wurden, derzeit festgehalten werde. Eines Korrespondenten der BBC zufolge könnte Andrew noch am Donnerstag freikommen. Eine erste Festnahme bei einem Verdacht auf derartige Straftaten gebe es in der Regel in Großbritannien nur für wenige Stunden, damit Beamte Durchsuchungen vornehmen können. Er könne zwar zunächst für bis zu 24 Stunden festgehalten werden, es gelte jedoch als unwahrscheinlich, dass ein Verdächtiger in diesen Fällen über Nacht eingesperrt bleibt. In der Regel werde eine festgenommene Person gegen eine Kaution freigelassen und müsse für weitere Befragungen zu einem späteren Termin erscheinen.
König Charles III. gegen Andrew Mountbatten-Windsor
Zu einem noch späteren Zeitpunkt müssten Staatsanwaltschaft und Polizei dann entscheiden, ob Andrew wegen mutmaßlichen Amtsmissbrauchs angeklagt werden soll. Dies könne der Vermutung nach noch Wochen dauern. Bei einer Verhandlung vor Gericht laute die Bezeichnung für derartige Fälle "R v Smith", wobei des "R" für "Rex", also König, steht. Sollte Andrew schließlich angeklagt werden, wäre die Bezeichnung damit wohl "Der König gegen Andrew Mountbatten-Windsor".
Wenige Stunden nach der Festnahme seines Bruders hatte Charles sich in einem deutlichen Statement geäußert und sich von seinem Bruder distanziert. "Ich habe mit tiefster Besorgnis die Nachricht über Andrew Mountbatten-Windsor und den Verdacht des Amtsmissbrauchs erfahren", heißt es in dem Schreiben, das mit "Charles R." unterzeichnet wurde. Es folge jetzt "der vollständige, faire und ordnungsgemäße Prozess, durch den diese Angelegenheit in angemessener Weise und von den zuständigen Behörden untersucht wird". Die Krone sichere den Ermittlern ihre "volle und aufrichtige Unterstützung und Kooperation" zu. Der König betont ausdrücklich, dass das Gesetz seinen Lauf nehmen müsse.
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