"30 Jahre im Modelbusiness. Jetzt wird es Zeit, den Weg gemeinsam zu gehen mit meinen Kindern Henry und Leni." Mit diesen Worten eröffnet Heidi Klum (52) ihre neue Dokumentation "On & Off the Catwalk", die die Nachrichtenagentur spot on news vorab gesehen hat. Die erste Folge wird am Sonntag, den 22. Februar, um 20:15 Uhr auf ProSieben ausgestrahlt, die zweite folgt am 1. März. Sie begleitet das Supermodel gemeinsam mit Tochter Leni (21) und Sohn Henry (20) bei der Arbeit rund um den Globus.
Die Kameras sind dabei, wenn Heidi in München die Vorbereitungen zur Bambi-Verleihung trifft, bei der ihr Naomi Campbell den Preis überreicht. Sie filmen Mutter und Tochter in Venedig bei den Vorbereitungen zu den Filmfestspielen mit mehreren Millionen Euro teuren Diamanten, begleiten Heidi bei diversen Fittings in Paris und Berlin sowie ihren Sohn Henry bei seinen ersten Modeljobs. Neben all dem Glamour zeigt die Doku aber durchaus nahbare Momente hinter den Kulissen und beleuchtet die Beziehungen in der Klum-Dynastie.
Mama Erna: Kein Wort des Stolzes
Der heimliche Star der Doku ist allerdings weder Heidi noch eines ihrer Kinder, sondern Erna Klum (82). Heidis Mutter bringt eine erfrischende Direktheit mit, scheut auch nicht vor knallharten Worten zurück und sorgt damit für einige Lacher. In einer Szene ermahnt sie ihre weltberühmte Tochter etwa, sich den Pickel noch überschminken zu lassen und auf dem roten Teppich doch bitte den Bauch einzuziehen. "Meine Mum ist jemand, die sagt direkt das, was sie gerade denkt. Sie pointet alles raus, was ihr so auffällt. Sie sagt auch immer zu mir: 'Alle um mich herum sagen dir immer das, was du gerne hören möchtest. Und ich sage dir das, was ich wirklich sehe'", fasst Heidi es zusammen.
Eine Sache allerdings sagte Erna ihrer Tochter nicht. "Das Wort Stolz existiert bei mir nicht", stellt sie auf der Fahrt mit Heidi zum Bambi klar. Ihre Mutter komme aus einer Zeit, in der man so was nicht sagt, ordnet Heidi ein. "Es fällt ihr dann auch schwer zu sagen: 'Ja, ich bin stolz auf mein Kind.' Ich glaube, im Herzen ist sie das schon, aber das auszusprechen..."
Trotzdem ist das Verhältnis extrem eng, wie das Model betont: "Ich bestelle für meine Mum kein extra Zimmer nebenan, wir liegen dann zusammen im Bett". Auch Leni und Henry stellen klar, wie sehr sie ihre Oma lieben. Und besonders ein Detail: Wegen ihrer Zuckerkrankheit hat Erna Klum immer etwas zu essen in der Handtasche, auch mal Spaghetti in einer Serviette, und sogar "Koffer voller Süßigkeiten" dabei.
Heidi Klum: "Das sind die Wechseljahre"
Offen spricht Heidi Klum in der Doku aber auch über ihren Körper und die Veränderungen, die das Älterwerden mit sich bringt. "Mir wurde immer gesagt, dass ich zu fett bin", erinnert sie sich zurück. Auch die legendäre Spitze von Karl Lagerfeld, der bekanntlich betonte, in Paris kenne niemand die Klum, wird in der Dokumentation thematisiert. Das habe schon für Selbstzweifel gesorgt, gibt Heidi zu: "Aber ich war nie so verzweifelt, dass ich gesagt habe: Okay, ich esse nichts mehr, und fresse diese Pillen, die sie mir da angeboten haben, damit ich noch mehr abnehme." Besonders zu Beginn ihrer Karriere sei sie oft mit unseriösen Angeboten konfrontiert worden.
Die Kommentare über ihre Figur haben sich bis heute nicht geändert, wie etwa nach ihrem Auftritt auf dem Filmfestival in Cannes. "Ich bin heute einfach nur ein bisschen dicker als früher. Das sind die Wechseljahre", zeigt sie sich aber selbstbewusst. Heidi versuche, solche Kommentare nicht an sich heranzulassen: "Natürlich bin ich heute nicht mehr in dem Shape wie mit 25 oder 30. Aber das stört mich persönlich gar nicht so. Und wenn ich die Fotos angucke, finde ich trotzdem, dass ich gut aussehe."
Tochter Leni nimmt ihre Mutter in Schutz und schwärmt: "Sie ist 52 Jahre alt und sieht aus wie 36, sie kann alles tragen." Das bezieht auch ihr viel diskutiertes Outfit bei der Vetements-Show auf der Pariser Fashion Week ein, als Heidi unter ihrem Spitzenkleid nichts trug und damit ihre Brust besonders zur Geltung brachte. "Sie ist immer oben ohne, ihre Brustwarzen sieht man ständig. Das ist also keine Überraschung mehr", betonen Leni und Henry. Trotzdem sehen sie die Schlagzeile schon vor sich: "Hans und Franz haben großen Auftritt bei der Vetements-Show."
"Das Schöne am Älterwerden ist, glaube ich, dass dir vieles egal ist. Auch wenn viele nicht immer nett sind", ordnet Heidi ein. Durch die FKK-Urlaube mit ihren Eltern habe sie aber sowieso kein Problem damit, sich auszuziehen.
Eineinhalb Stunden "Tom-Break"
Zwischen den Terminen gewährt die Doku auch einen Blick auf Heidis streng getakteten Tagesablauf. Darin eingeplant: eineinhalb Stunden "Tom-Break", Zeit für ein Mittagessen mit Ehemann Tom Kaulitz (36). Auch dessen Bruder Bill taucht kurz auf, als die Zwillinge Heidi in Paris zum Essen treffen. "Wenn man natürlich so vollgestopfte Terminkalender hat - ich, meine Kinder, mein Mann -, dann versucht man schon, gerade wenn man in Europa ist, sich irgendwo zu treffen", erklärt Heidi. "Dann besuche ich ihn oder er überrascht mich, wie hier in Paris. Man versucht dann, alles unter einen Hut zu bekommen, irgendwie."
Begegnung mit Wegbegleiter Wolfgang Joop
Ein besonderer Moment ist Heidis Besuch bei Modedesigner Wolfgang Joop (81) zu Hause - begleitet von Mutter Erna, einem riesigen Rosenstrauß und einer Schwarzwälder Kirschtorte. Der Designer tritt nur noch selten in der Öffentlichkeit auf, zuletzt bei der Eröffnung einer Vernissage im Oktober, die Heidi in der Doku auch besucht. Gemeinsam blicken sie zurück in die Vergangenheit, in der Joop einige kritische Kommentare gegenüber ihr abgegeben hatte. "Du bist ja auch eher der fröhliche Typ. Das ist schockierend gewesen", erläutert er. Es habe viele Vorurteile seinerseits ihr gegenüber gegeben. Daraus wurde durch die gemeinsame Zeit in der Jury bei "GNTM" aber dann eine enge Freundschaft.
Auch auf das Kennenlernen mit Heidi Klums Ehemann Tom Kaulitz sowie das Liebesgeheimnis von Joop und seinem Partner kommen sie zu sprechen: nicht zu viel miteinander reden. "Ich habe einiges gelernt bei diesem Gespräch", lacht Heidi danach. Und die Zuschauer durch diese Einblicke in das Leben der Klums auf jeden Fall auch.
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