Am Sonntag (15. Februar, 20:15 Uhr im Ersten) ist Schluss: Im "Polizeiruf 110: Der Wanderer zieht von dannen" ziehen Peter Kurth (68) und Peter Schneider (51) von dannen und ermitteln ein letztes Mal als Kommissare Henry Koitzsch und Michael Lehmann in Halle an der Saale. Sie müssen den Tod einer alten Frau aufklären, die in ihrer Badewanne ums Leben kam. Was zunächst nach einem Unfall aussieht, entpuppt sich als Mord - und führt die Ermittler auf die Spur eines Wiederholungstäters, der in die Wohnungen seiner Opfer eindringt und auf den richtigen Moment wartet. Drehbuchautor Clemens Meyer, der alle drei Filme der beiden Ermittler geschrieben hat, verknüpft die Handlung dabei geschickt mit dem bislang ungelösten ersten Fall.
Was als vielversprechende Krimireihe mit Traumquoten begann, endet damit sehr zur Enttäuschung der Fans nach gerade einmal drei Fällen - und auch die beiden Hauptdarsteller würden gerne weiter ermitteln. Laut MDR war der hallesche "Polizeiruf" von Beginn an aber nur als Trilogie angelegt, um sich von anderen Reihen abzuheben. "Der Käse ist nie gegessen!", gab sich Schneider vergangene Wochen im Interview mit der "Hörzu" dennoch kämpferisch. "Ich würde alles dafür tun, damit wir weitermachen können." Kurth bestätigte: "Fast alles!"
Große Ambitionen beim Start
Die Ambitionen der beiden Krimi-Darsteller waren schon beim Start enorm gewesen. Als die Krimireihe 2021 zum 50-jährigen Jubiläum des "Polizeiruf 110" aus der Taufe gehoben wurde, sprachen Kurth und Schneider im "RND"-Interview begeistert über die Bedeutung des Formats. "Der 'Polizeiruf' ist identitätsstiftend für den ostdeutschen Teil und repräsentiert im besten Sinne ein Zusammenwachsen der beiden deutschen Staaten", erklärte Schneider damals. "Ich denke, wir wollen noch ein paar Geschichten erzählen", ergänzte Kurth.
Entgegen der ursprünglichen Pläne, aus Anlass des Krimireihen-Jubiläums nur eine einzige Folge aus Halle zu senden, wurde dann kommuniziert, dass in der Stadt jetzt regelmäßig ermittelt werden soll. Aus "regelmäßig" wurden am Ende drei Filme verteilt über fünf Jahre. Peter Schneider sieht auch eine politische Dimension: "Es ist total wichtig, in Halle vor Ort zu bleiben, die Stimmung dort einzufangen. Auch aus politischen Gründen." Gerade im Jahr der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wäre das seiner Meinung nach relevant gewesen.
Und auch die Quoten gaben dem Duo recht: Der Debütfilm "An der Saale hellem Strande" erreichte im Mai 2021 stolze 7,8 Millionen Zuschauer bei einem Marktanteil von 25,9 Prozent. Drei Jahre später legte "Der Dicke liebt" im April 2024 mit 26,6 Prozent Marktanteil sogar noch nach.
Eine neue Reihe als Ersatz für den Standort Halle ist laut MDR vorerst nicht geplant. Die anderen "Polizeiruf"-Standorte Frankfurt an der Oder, Magdeburg, München und Rostock bleiben davon unberührt. Die nächste "Polizeiruf 110"-Folge "Your Body, my Choice" aus Magdeburg mit Claudia Michaelsen als Hauptkommissarin Doreen Brasch läuft schon am 8. März.
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