GNTM startet in die 21. Staffel. Hunderte Frauen haben sich beworben, darunter auch Schriftstellerin Ildikó von Kürthy. Sie verbindet ihre Teilnahme mit einer Mission.
  • GNTM 2026, Folge 2
  • Es gibt mehrere Hundert Bewerberinnen

GNTM 2026: Was ist passiert?

Zum Auftakt der 21. GNTM-Staffel hat Heidi Klum bereits dutzende männliche Nachwuchs-Models ausgewählt, nun stellen sich die Frauen vor. Fun Fact: Das Casting in Köln fand im Juni 2025 statt, nur wenige Tage nachdem Klum im Finale der 20. Staffel Moritz Rüdiger und Daniela Djokic zu Germany's Next Topmodels gekürt hat. Von diesem Titel träumen auch Hunderte Frauen, die sich auf dem Laufsteg vor Klum und Gastjuror Jean Paul Gaultier präsentieren. Wer den beiden ins Auge sticht, darf sich kurz vorstellen, danach wird entschieden, wer eine Runde weiter kommt.

Zu ihnen gehört auch Schriftstellerin Ildikó von Kürthy. Sie habe sich von Klums Aufruf, dass sich doch bitte wieder mehr ältere Frauen für die neue GNTM-Staffel bewerben mögen, angesprochen gefühlt, sagt von Kürthy. „Best Ager, das bin dann ja wohl ich. Und da es mir so am Herzen liegt, dass Frauen jenseits der 50 nicht in der Unsichtbarkeit verschwinden, bin ich über meinen Schatten gesprungen und habe mich beworben“, erklärt die 58-Jährige. Zu Klum sagt sie direkt: „Ich könnte in die Show mitbringen, was sonst nicht so viel vorhanden ist, zum Beispiel Falten, Fett und Lebenserfahrung.“

GNTM 2026: Schriftstellerin Ildikó von Kürthy (pinkes Kleid) gehört zu den Bewerberinnen © Daniel Graf / ProSieben

Von Kürthys Beispiel sind weitere Frauen über 50 gefolgt. Etwa Anja aus Wiesbaden. Sie erzählt, dass sie in der ehemaligen DDR als Model gearbeitet und Heidi Klum schon mehrfach getroffen habe. Als Beweis hat sie ein Fotobuch mitgebracht, in dem Bilder ihrer Treffen eingeklebt sind. Ebenfalls dort zu finden ist Designer Jean Paul Gaultier, mit dem Anja in London gefeiert hat. „Sie ist ein Hardcore-Fan. Sie hat uns das ganze Leben begleitet“, sagt Klum nach Anjas Auftritt zu Gaultier.

In Erinnerung bleiben auch die Zwillinge Janet und Juliet, die es gemeinsam ins Finale schaffen wollen – so wie in der 19. Staffel die Kandidaten Julian und Luka. Oder auch Tina, die sich mit ihren Teenager-Töchtern beworben hat, und Vanessa, die trotz ihrer Plattfüße von einer Karriere als Model träumt. Zu den emotionalsten Momenten gehört der Auftritt von Anika. Die 27-Jährige leidet seit 20 Jahren unter Alopecia Areata, einer Autoimmunerkrankung, die zu plötzlichem Haarausfall führt. Auf dem Laufsteg streift sie ihre Perücke ab und sagt: „Ich will zeigen, dass man auch ohne Haare weiblich und selbstbewusst sein kann.“ Heidi Klum ist begeistert und schickt Anika in die nächste Runde.

Aufreger der Woche

Unter Hunderte Frauen mischt sich ein Mann: Thomas hat sich gemeinsam mit seiner Freundin Kathi beworben. Sie präsentieren sich als Paar auf dem Laufsteg, was bei Heidi Klum für Verwunderung sorgt. „Heute casten wir die Frauen. Identifizierst du dich als Frau?“, will sie wissen. Der Kandidat erklärt: „Nein, natürlich nicht. Ich bin mit meiner Freundin hier.“ Die Idee ist nicht von Erfolg gekrönt: Thomas und Kathi werden direkt aussortiert. „Ich hab's verkackt. Ich war mega nervös. So kenne ich mich gar nicht. Auch wenn's jetzt nicht geklappt hat, das Leben geht zusammen weiter. Wir bleiben zusammen, komme was wolle“, sagt er.

Der Gastjuror

Er ist eine Ikone der Modebrache und war schon mehrfach bei GNTM zu Gast. Im markanten blau-weißen Streifen-Shirt nimmt Designer Jean Paul Gaultier neben Heidi Klum Platz, um die Bewerberinnen zu beurteilen. Der Franzose ist dafür bekannt, für seine Shows und Kampagnen seit vielen Jahren Models jeglicher Couleur zu engagieren – lange, bevor das Wort „Diversität“ in Shows wie „Germany's Next Topmodel“ Einzug gehalten hat. „Es gibt viele Arten von Schönheit. Sie kann auch in der Ausstrahlung oder in der Art zu sprechen liegen“, erklärt Gaultier in seinem charmanten Mix aus Französisch und Englisch. „Ich liebe es, Models aufgrund ihrer Andersartigkeit auszuwählen.“ Beim GNTM-Casting dürfte er einige spannende Gesichter entdeckt haben.

Wer muss gehen?

Bevor der Wettbewerb richtig startet, wird radikal ausgesiebt. Alle, die es nicht geschafft haben, sind selbstverständlich enttäuscht, darunter auch Jill aus Baden-Württemberg. Treuen Reality-TV-Guckern dürfte die 25-Jährige bekannt vorkommen. Sie trat in Datingformaten wie „Are You The One – Realitystars in Love“ und „Ex on the Beach“ auf. 2023 war sie Kandidatin bei DSDS und thematisierte anschließend öffentlich die misogynen Sprüche von Juror Dieter Bohlen. Jetzt will sie ihr Glück bei GNTM versuchen und rechnet sich große Chancen aus. „Bei DSDS war ich sehr aufgeregt, da muss man was können. Hier muss man gut aussehen. Dafür kann ich ja nichts“, sagt Jill. Heidi Klum sieht trotzdem kein Potenzial und schickt sie nach Hause. Und das Aussortieren dürfte nahtlos weitergehen. „Wir haben uns für super viele Frauen entschieden. Das waren definitiv mehr als geplant“, sagt Klum. Das bedeutet: In der kommenden Folge müssen viele Kandidatinnen die Show schon wieder verlassen.

Klum-Spruch der Woche

„Jetzt, wo wir in Köln sind, trinken wir nochmal ein schönes Kölsch“ (Heidi Klum zu Jean Paul Gaultier)

  • Germany's Next Topmodel
  • ProSieben
  • Heidi Klum
  • Model

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke