Im neuen Saarbrücker "Tatort: Das Böse in dir" kehrt Kommissarin Baumann in ihr zerrüttetes Heimatdorf zurück. Lohnt sich das Einschalten?

Der "Tatort: Das Böse in dir" (8. Februar, 20:15 Uhr, das Erste) markiert den siebten Fall des Saarbrückener Teams Schürk, Hölzer, Baumann und Heinrich. Diesmal führen die Ermittlungen in ein Dorf an der französischen Grenze - die Heimat von Kommissarin Esther Baumann, verkörpert von der luxemburgischen Schauspielerin Brigitte Urhausen (45).

Darum geht's im "Tatort: Das Böse in dir"

In einem abgelegenen Dorf an der französischen Grenze wird der Unternehmer Emil Feidt ermordet aufgefunden. Das Saarbrücker Ermittlerteam nimmt die Spur auf - und sie führt ausgerechnet nach Hohenweiler, den Geburtsort von Hauptkommissarin Esther Baumann, den sie vor vielen Jahren verlassen hat. Schnell zeigt sich, dass der Fall mit einem früheren Unglück verbunden sein könnte: Vor fünf Jahren ertrank Feidts Tochter Becky (Svea Derenthal) im Fluss. Doch ob es wirklich ein Unfall war, bleibt fraglich - möglicherweise steckt ihre damalige Freundin Claire Louis (Carolin Wege/Annika Enard) hinter dem Tod.

Während alte Feindschaften und Misstrauen im Dorf erneut aufbrechen, geraten die Ermittler in ein dichtes Geflecht aus Rache, Schuld und dunklen Geheimnissen.

Lohnt sich das Einschalten beim "Tatort: Das Böse in dir"?

Jein. Nach einem Jahr Pause meldet sich der Saarbrücker "Tatort" mit einem düsteren Dorfdrama zurück. Diesmal geht es in das abgelegene Hohenweiler, in dem eine Familienfehde à la "Romeo und Julia" vor dem Hintergrund der Katholiken-Hugenotten-Gegensätze seit Jahrzehnten am Laufen gehalten wird. Wie sich herausstellt, gehört Kommissarin Baumann gebürtig zu den Louis - die Montague/Capulet-mäßigen Gegenspieler der Feidts.

Das Wiedersehen mit dem Ermittlerteam bestehend aus dem endlich mal unbeschwerten Adam Schürk (Daniel Sträßer), den beiden aus dem Vorgängerfall immer noch stark mitgenommenen Leo Hölzer (Vladimir Burlakov) und Pia Heinrich (Ines Marie Westernströer) sowie Episodenhauptdarstellerin Esther Baumann ist schön. Und auch die modernisierte Shakespeare-Grundidee ist interessant. Dennoch wirkt der Krimiplot mit Kneipenschlägereien, familiären Rachespiralen und Selbstjustiz konstruiert und die Umsetzung etwas aus der Zeit gefallen.

Unterm Strich erzählt "Das Böse in dir" eine starke Geschichte über ewigen Hass, Schuld und Vergebung, die im Großen funktioniert, aber im Kleinen stolpert.

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