Die Nominierungen für die anstehende Verleihung des Grimme-Preises stehen fest. Für größtes Aufsehen sorgt Netflix mit der Haftbefehl-Doku.

Die Nominierungen für die diesjährige Verleihung der Grimme-Preise sind verkündet worden. Insgesamt 71 Produktionen beziehungsweise Einzelleistungen dürfen sich Hoffnungen machen. Traditionell führen die Öffentlich-Rechtlichen die Liste an, so auch in diesem Jahr: Alleine das ZDF heimste 27 Nominierungen ein, die sich über alle vier Wettbewerbskategorien "Fiktion", "Information & Kultur", "Unterhaltung" und "Kinder & Jugend" erstrecken.

Haftbefehl mit guten Chancen

Unter "Fiktion" gehen fürs ZDF unter anderem "KRANK Berlin" (ZDFneo/Apple+), die Comedy- Serien "Chabos" und "Tschappel" (jeweils ZDFneo) sowie "Die Affäre Cum-Ex" ins Rennen. Konkurrenz gibt es etwa vom "Tatort: Dunkelheit" (ARD Degeto/hr), der Disney+-Serie "Call My Agent Berlin" und Annette Friers Format "Frier und Fünfzig - Am Ende meiner Tage" (Joyn/Sat.1)

In der Sparte "Information & Kultur" darf sich ein ehemaliger Gangsterrapper gute Chancen ausrechnen. Denn in der Spezial-Rubrik findet sich die Doku "Babo: Die Haftbefehl-Story". Zur Begründung heißt es, die Netflix-Produktion habe einen "breiten gesellschaftlichen Debattenraum im Nachgang der Veröffentlichung zu den Themen Drogenmissbrauch, kritische Aspekte der Musikindustrie und Auswirkungen von dysfunktionalen Familienstrukturen auf die Kinder" eröffnet.

Quizzen sich Joko & Klaas zum Grimme-Preis?

Das dynamische Chaos-Duo Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf ist derweil bei "Unterhaltung" vertreten. Ihre ProSieben-Show "Ein sehr gutes Quiz (mit hoher Gewinnsumme)" ist ebenso nominiert wie unter anderem "Sträters Problemzonen" (WDR), "Herbstresidenz mit Tim Mälzer und André Dietz" (VOX) und "extra 3 Takeover" (NDR).

Für "Kinder & Jugend" gehen viele alte Bekannte ins Rennen. Darunter "Die Sendung mit der Maus" (WDR) und "Löwenzahn: Jung und Alt" (ZDF).

Zu einem noch nicht genauer festgelegten Termin im März werden die Gewinner der 62. Ausgabe des Grimme-Preises verkündet. Die eigentliche Veranstaltung findet jedoch erst am 24. April statt.

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