Unter dem Arbeitstitel "Metro 36" entsteht derzeit ein Fernsehfilm, der einen prägenden Moment aus dem Leben des späteren Bundeskanzlers Willy Brandt (1913-1992) in den Mittelpunkt rückt.
Initiator des Projekts ist Matthias Brandt (64), Schauspieler und Sohn des Politikers, der gemeinsam mit Regisseur Matti Geschonneck (73) an dem Drehbuch arbeitet. Gezeigt wird die heimliche Rückkehr des 22-jährigen Brandt aus dem Exil in Oslo nach Berlin im Jahr 1936. Dabei gerät er ins Fadenkreuz der nationalsozialistischen Sicherheitsbehörden.
Der Film soll keine Biografie werden
Im Zentrum des Films steht nicht das gesamte Leben Brandts, sondern dieser eine Abschnitt der kurzen Rückkehr aus dem Exil.
Matthias Brandt erklärt: "'Metro 36' ist keine biografische Gesamtschau des Lebens meines Vaters, sondern konzentriert sich auf einen hoch riskanten Moment im Leben des jungen politischen Emigranten: die heimliche Rückkehr in das nationalsozialistische Deutschland, die Begegnung mit der alten Heimat unter den Bedingungen von Verfolgung und Angst und auf die Frage, welchen Preis politischer Widerstand haben kann."
Matti Geschonneck wird Regie führen
Matti Geschonneck, der unter anderem für "Die Wannseekonferenz" bekannt ist, übernimmt die Regie. Produziert wird der Film von der Produktionsfirma Network Movie - Reinhold Elschot, Silke Pützer und Wolfgang Cimera stehen als Produzenten hinter dem Projekt.
Die Redaktionsleitung hat Frank Zervos inne. Ein konkreter Drehstart wurde noch nicht bekannt gegeben. Der Film soll für das ZDF hergestellt werden.
Matthias Brandt setzt sich erstmals mit seinem Vater in einem Spielfilm auseinander
Es ist der erste Spielfilm, an dem Matthias Brandt beteiligt ist, der das Leben seines Vaters thematisiert. In der Dokumentation "Schattenväter" sprach Brandt offen über die Wahrnehmung seines Vaters und darüber, wie es war, als Kind direkt von den politischen Ereignissen der Guillaume-Affäre betroffen zu sein.
Matthias Brandt ist der jüngste Sohn von Willy Brandt. Bekannt ist der Schauspieler unter anderem aus "Babylon Berlin", "King of Stonks" und "Polizeiruf 110".
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