Der Anteil der E-Autos an den Neuzulassungen ist zu Jahresbeginn erneut gestiegen. Knapp 42.700 Pkw mit batterieelektrischem Antrieb (BEV) wurden im Januar neu zugelassen, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Mittwoch mitteilte. Das waren fast 24 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Der Anteil von E-Autos an allen Neuzulassungen lag laut Behörde bei 22 Prozent und damit um mehr als fünf Prozentpunkte über dem Januarwert des Vorjahres. Dem gegenüber gingen die Neuzulassungen von Benzinern um 29,9 Prozent, die von Diesel-Pkw um 17,1 Prozent gegenüber Januar 2025 zurück. Über einen hybriden Antrieb verfügten 41,2 Prozent der Neuwagen (Plug-in-Hybride 11,2 Prozent).

Schwacher Gesamtmarkt, viele Gewerbezulassungen

Der hohe Anteil sei vor allem auf die schwache Entwicklung im Gesamtmarkt zurückzuführen, teilte Verkehrsexperte Constantin Gall vom Beratungsunternehmen EY mit. Er liege in etwa auf dem Niveau des letzten Quartals 2025. Grundsätzlich habe sich das Wachstum bei den E-Neuzulassungen im Januar verlangsamt. "Im Dezember war aber noch ein Wachstum von 63 Prozent registriert worden", betonte Gall.

Das hängt aus seiner Sicht mit der vorherrschenden Unklarheit mit Blick auf die angekündigte neue Elektro-Förderung des Bundes zusammen. Insgesamt schwächelte der Neuwagen-Markt im Januar den Zahlen des KBA zufolge. Demnach wurden im ersten Monat des neuen Jahres bundesweit 193.981 Pkw neu zugelassen. Das waren 6,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Knapp 70 Prozent davon waren gewerblich, der Rest privat.

Opel holt auf, VW verliert leicht, bleibt aber oben

Bei den deutschen Marken verzeichnete Opel mit einem Plus von 27,4 Prozent den stärksten Zuwachs und erreichte einen Marktanteil von 4,6 Prozent. Auch Porsche, MAN und MINI legten zweistellig zu, während BMW moderat wuchs. Rückläufige Zulassungen meldeten dagegen VW, Ford, Mercedes, Smart und Audi. Trotz eines Minus von 17,5 Prozent blieb VW mit 19,7 Prozent Marktanteil die stärkste deutsche Marke.

Unter den Importmarken führte Skoda mit 18.550 Neuzulassungen und einem Plus von 12,2 Prozent. Fiat erzielte mit 87,2 Prozent den größten Zuwachs, Hyundai blieb leicht im Plus. Seat und Peugeot mussten hingegen deutliche Rückgänge hinnehmen.

SUVs stellten mit 32,5 Prozent erneut das stärkste Segment, trotz leichtem Minus. Es folgten Kompaktklasse, Kleinwagen und Geländewagen. Wohnmobile wiesen mit plus 11,8 Prozent den stärksten Zuwachs auf. Deutliche Rückgänge zeigten sich unter anderem in der Oberklasse, bei Vans sowie Minis.

ZDK fordert wirtschaftspolitische Impulse

Die aktuellen Zulassungszahlen sorgen auch beim Kfz-Gewerbe für leichte Sorgenfalten. Laut ZDK-Präsident Thomas Peckruhn ist die wirtschaftliche Unsicherheit weiterhin hoch und bremst insbesondere größere Konsumanschaffungen wie den Autokauf: "Der Jahresauftakt zeigt deutlich, wie fragil die wirtschaftliche Lage derzeit ist. Gerade bei langfristigen Konsumanschaffungen wie dem Automobil zeigt sich die Unsicherheit bei den Konsumenten. Ohne eine spürbare Verbesserung der wirtschaftlichen Lage droht sich die Zurückhaltung der Verbraucher weiter zu verfestigen".

Trotz des Wachstums bei BEV bleibt die Sorge um den Gesamtmarkt. Peckruhn: "Der Rückgang der Neuzulassungen insgesamt ist ein klares Signal dafür, dass viele Verbraucherinnen und Verbraucher derzeit mit größeren Anschaffungen zurückhaltend sind. Die Politik ist gefordert, wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Kaufkraft stärken und Planungssicherheit geben."


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