Der chinesische Autohersteller Chery erweitert seine Präsenz im Rhein‑Main‑Gebiet und vergrößert die Flächen des europäischen Entwicklungs- und Designzentrums in Raunheim erheblich. Die Büro- und R&D‑Kapazitäten wachsen von bislang rund 1.100 auf über 2.000 Quadratmeter, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Der Schritt gilt als Teil einer langfristigen Strategie, die europäischen Entwicklungsaktivitäten gezielt zu stärken.
Chery ist bereits seit 2018 mit einem Engineering- und Designzentrum in Raunheim vertreten, seit 2025 auch mit der europäischen Organisation der Konzernmarken Omoda & Jaecoo. Die Region Frankfurt gewinnt damit weiter an Bedeutung als zentraler Standort für die europäischen Aktivitäten des Herstellers.
"Nach dem Aufbau unserer Prototypenwerkstatt in Flörsheim 2024 ist die Erweiterung des Standorts Raunheim ein wichtiger Bestandteil unserer europäischen Strategie", sagte Jochen Tüting, Managing Director der Chery Europe GmbH. Man schaffe verlässliche Rahmenbedingungen für die langfristige Arbeit in Europa und begleite die Lokalisierung der Produktpipeline gezielt aus Deutschland heraus. Ziel sei zudem der Ausbau der Entwicklungsarbeit, verbunden mit einem geplanten Wachstum auf 120 bis 140 Mitarbeitende bis Ende 2026.
Jaecoo 7 Test (2026)
Auch Peter Matkin, Head of Engineering, betonte die strategische Bedeutung des Standorts: "Europa ist einer der anspruchsvollsten Automobilmärkte weltweit. Gleichzeitig bietet insbesondere das Rhein-Main-Gebiet sehr gute Voraussetzungen für nachhaltige Entwicklungsarbeit. Mit der Erweiterung der R&D‑Flächen investieren wir bewusst in diese Region und stärken unsere lokale Präsenz als festen Bestandteil unserer europäischen Strategie."
Derzeit arbeiten rund 90 Mitarbeitende in Raunheim an der Anpassung der Chery‑Modelle an europäische Anforderungen, darunter Fahrwerksabstimmung, Homologation, Validierung sowie marktspezifische Lösungen. Parallel entwickelt das Designteam neue Fahrzeugkonzepte für den europäischen Markt und unterstützt globale Projekte.
Der Standort ist Teil eines weltweiten Entwicklungsnetzwerks, das lokale Marktkenntnis, europäische Ingenieurskompetenz und die enge Zusammenarbeit mit Zulieferern verbinden soll. Chery will so Qualitäts‑, Sicherheits‑ und Nachhaltigkeitsstandards gezielt an die Anforderungen des europäischen Marktes anpassen.
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